Junge Talente rekrutieren: die Zeiten haben sich geändert

In diesem Blogbeitrag

Der heutige Arbeitsmarkt macht die Erfahrung, dass sich die Werte der Generation Z stark von den Werten der vorherigen Generationen unterscheiden. Wie kannst du als Arbeitgeber:in oder HR-Expert:in nun am besten darauf reagieren? Und wie findest du passende junge Fachkräfte? Erfahre hier mehr über die Generation Z im Arbeitsmarkt, wo du junge Talente finden kannst und wie du sie am besten erreichst.

Generation «Always Online»

Die Generation Z umfasst überwiegend diejenigen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden und unterscheidet sich in einigen Aspekten von den vorherigen Generationen, insbesondere im Hinblick auf ihre Werte, Überzeugungen und Verhaltensweisen am Arbeitsplatz.

Vielfach wird die Generation Z auch als «Permanently Online» bezeichnet – also eine Generation, die niemals offline ist. Ein Leben ohne das Internet kennen sie nicht. Das Smartphone ist nicht mehr wegzudenken, Emojis gehören zu Nachrichten dazu und Kurzvideos sind das neue Unterhaltungsprogramm und die neue Informationsquelle. Deshalb erreicht man junge Fachkräfte am besten über die sozialen Medien. Aber wie macht man das am effektivsten?

Die Generation Z hat hohe Ansprüche an die Inhalte der sozialen Medien. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist aufgrund der Flut von Beiträgen in den sozialen Medien enorm gering. Im Vergleich zu den vorherigen Generationen, die eine Aufmerksamkeitsspanne von 12 Sekunden haben, liegt sie bei der Generation Z bei ungefähr 8 Sekunden. Daher wird teilweise auch von der Generation Goldfisch gesprochen. Die Inhalte müssen sie also innerhalb der ersten paar Sekunden ansprechen. Aus diesem Grund ist es wichtig, kurzen und einfach zu verdauenden Content zu haben.

 

Wertemuster der Generation Z

  • Sinnstiftung ‒ Die Generation Z sucht nach einer sinnstiftenden Arbeit. Sie wollen an etwas arbeiten, dass sie inspiriert und an Themen mitwirken, die ihnen wichtig sind.
  • Wettbewerbsfähiges Gehalt ‒ Die Generation Z sucht nach Sicherheit und Stabilität und damit auch nach einem fairen und guten Gehalt.
  • Arbeitsklima ‒ Ein herausragender Lohn ist längst nicht mehr alles. Viel wichtiger ist ihnen ein gutes Arbeitsklima durch ein sympathisches Team, lässige Teamevents und eine flache Hierarchie. Sie wollen respektiert werden, sich einbringen können und gehört werden.
  • Work-Life Separation ‒ Familie und Freunde sind ein zentraler Punkt im Leben der Generation Z. Arbeit hat für die jungen Fachkräfte nicht mehr die gleiche Bedeutung wie für die vorherigen Generationen. Sie bevorzugen es, die Arbeit und Freizeit strikt zu trennen.
  • Digitale Welt ‒ Dadurch, dass die Generation Z vollständig in einer digitalen Welt aufgewachsen ist, hat sie eine starke Präferenz für den Einsatz von Technologien am Arbeitsplatz sowie auch die Möglichkeit zur «Remote-Arbeit». Die jungen Fachkräfte sind sehr anpassungsfähig und können schnell neue Technologien erlernen und anwenden.
  • Umweltbewusstsein ‒ Als Generation, die in einer Welt voller sozialer und ökologischer Probleme aufgewachsen ist, wird ein grosser Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gelegt. Sie bevorzugen Arbeitgeber:innen, die sich für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung engagieren.

Herausforderungen für das Recruiting

In Zeiten des Fachkräftemangels wurde aus dem Arbeitgebermarkt ein Arbeitnehmermarkt. Die Unternehmen müssen sich bei den jungen Fachkräften bewerben und die jungen Fachkräfte haben in vielen Fällen sogar den Luxus, sich ihre Stelle aussuchen zu können. Daher ist es immer wichtiger zu wissen, wie man die Generation Z am besten erreicht.

Digital Natives − Als «Digital Natives» sind sich die jungen Fachkräfte gewohnt, ständig Rückmeldungen zu allem, was sie tun, zu erhalten. Dadurch ist es wichtig, als Arbeitgeber:in diese Erwartungen auch im Berufsalltag zu erfüllen. Bewerber:innen erwarten beispielsweise eine schnelle Rückmeldung auf ihre Bewerbung.

Einfach & Schnell ‒ Aufgrund der kurzen Aufmerksamkeitsspanne und dem Bedürfnis nach schneller Rückmeldung ist es wichtig, den Bewerbungsprozess möglichst einfach und kurz zu gestalten und sich möglichst schnell bei dem:r Bewerber:in zu melden. Eine schriftliche Rückmeldung sollte einfach auf dem Smartphone zu lesen sein.

Soziale Medien ‒ Soziale Medien sind bei jungen Fachkräften nicht mehr wegzudenken. Die Wahrscheinlichkeit, die Generation Z auf den sozialen Medien zu erreichen, ist sehr hoch. Dabei ist es aber wichtig, sich authentisch zu präsentieren, kreativ zu sein und Trends aktiv zu verfolgen.

Weitere und ausführlichere Informationen darüber, wie du die jungen Fachkräfte als Arbeitgeber:in überzeugst, findest du in diesem Artikel.

 

Damit du die Generation Z gut erreichst, ist es also wichtig, dass du ihre Wertemuster und Überzeugungen berücksichtigst. Dazu gehört auch, eine positive Arbeitsumgebung zu schaffen, die Flexibilität, Freiheit und soziale Verantwortung bietet. Zudem solltest du darauf achten, dass die Technologie am Arbeitsplatz auf dem neuesten Stand ist und dass die Generation Z die Möglichkeit hat, neue Technologien kennenzulernen und anzuwenden. Wenn dein Unternehmen die Werte der Generation Z teilt und auf den sozialen Medien aktiv ist, dann hast du die besten Chancen, die Generation Z für dein Unternehmen zu gewinnen und einen perfekten Match zu finden!

 

Hast du noch Fragen? Kontaktiere uns!

 

Noemi Haupt
Noemi Haupt
«Die gesellschaftlichen Erwartungen an die Generation Z können zu einer grossen Unentschlossenheit führen und dadurch Stress und vorzeitige Karriereentscheidungen begünstigen. Auch ich befand mich vor zwei Jahren in dieser Situation und wusste lange Zeit nicht, welche Karriererichtung ich einschlagen sollte. Ich studierte Psychologie, war damit aber nicht wirklich zufrieden. Trotz der anfänglichen Sorgen, entschied ich mich, mein Studium zu wechseln und befinde mich nun im Studiums in der Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Universität Zürich. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass ich mit meiner Unentschlossenheit bezüglich meines Karrierewegs nicht alleine bin und darf mich nun bei professional.ch täglich dafür einsetzen, jungen Fachkräften und Unternehmen zu helfen, ihren beruflichen «Perfect Match» zu finden.»
Diese Artikel könnten dich auch interessieren


Footer